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    Zerstört mangelndes Recycling unsere Erde?

    Pro Jahr landen 5-13 Millionen Tonnen Plastikmüll in unseren Ozeanen. Diese Menge wäre genug, um die kompletten Küsten auf unserem Planeten zu bedecken. Stellen Sie sich einmal eine Welt ganz ohne Strände und stattdessen nur mit endlosen Müllbergen vor, die die Dünen komplett abdecken. Unser Wegwerfplastik sorgt aber nicht nur für enorme Müllberge, sondern zerstört auch wichtige Lebensbereiche im Meer. Tote Meerestiere werden tagtäglich an unseren Stränden angespült und erinnern uns daran, dass nicht-abbaubares Wegwerfplastik in der Umwelt mehr Schaden verursacht, als sein kurzer Einsatz rechtfertigen würde. Zur traurigen Wahrheit gehört aber auch die Erkenntnis, dass die Menschheit als Ganzes gerade erst zu begreifen beginnt, welche verheerenden Auswirkungen ihr massiver Konsum für die Umwelt mit sich bringt. Es könnte bereits zu spät sein.

    Die Wahrheit über Wegwerfplastik

    Der Mensch will Bequemlichkeit und die Ozeane müssen den Preis dafür bezahlen. Durch den Verkauf von mehr als einer Million Plastikflaschen pro Minute auf der Welt entstehen extreme Müllberge. Alleine in den USA kaufen die Konsumenten mehr als 50 Millionen Plastikflaschen pro Jahr und die Wiederverwertung ist mit einem Anteil von gerade einmal 28 Prozent ziemlich mickrig. So landen pro Jahr ungefähr 38 Millionen Plastikflaschen auf dem Müll und viele davon am Ende im Meer. Noch beunruhigender ist dabei der starke Anstieg des weltweiten Konsums. Wer den aktuellen Zustand bereits für einen Plastik-Albtraum hält, kann sich noch auf einiges gefasst machen.

    Warum Wiederverwertung so wichtig ist

    Nicht jede Form von Plastik kann wiederverwertet werden und die Kapazitäten der lokalen Behörden dafür unterscheiden sich sehr stark. Ein Blick darauf, was die eigenen regionalen Recycling-Betreiber stemmen können, ist daher wichtig. Die meisten staatlichen Behörden werden sich beim Recycling auf Plastikflaschen aus PET oder HDPE konzentrieren. Dabei handelt es sich um wiederverwertbares Plastik aus dem dann später Mülleimer, Möbel oder Packmaterial hergestellt wird.

    Bei welchen Plastikflaschen macht Recycling Sinn?

    Bei welchen Plastikflaschen macht Recycling Sinn?​

    • Alle klaren und farbigen Plastikflaschen im Büro und zu Hause
    • Reinigungsmittel und Seifenflaschen, ausgenommen die Seifenpumpen
    • Plastikflaschen für Reinigungsmittel
    • Plastikflaschen für Hautpflegeprodukte
    • Shampoo- und Duschgelflaschen
    • Einweg-Trinkflaschen, einschließlich solcher für Wasser, Soda und stille Getränke
    • Milchflaschen aus Plastik

    Plastik-Wiederverwertung in vier Schritten

    Von Recycling profitieren die Menschen regional genauso wie weltweit. In nur vier Schritten können Sie die Anstrengungen zur Wiederverwertung unterstützen und die Gesamtmenge an Müll auf Halden und in unseren Ozeanen verringern.

    1. Ignorieren Sie Etiketten, da diese während der Verarbeitung entfernt werden;

    2. Entleeren und spülen sie Flaschen aus, um eine Kontamination anderer Wertstoffe zu vermeiden;

    3. Zerquetschen Sie die Plastikflaschen und recyceln Sie so viele davon wie möglich;

    4. Sammeln Sie auch Flaschenverschlüsse, da diese ebenfalls verarbeitet und recycelt werden.

    Die Ozeane ertrinken im Plastikmüll

    Von allem jemals produzierten Plastik sind etwa 75 Prozent zu Müll und nur 9 Prozent davon wiederverwertet worden. Nach aktuellen Entwicklungen wird die insgesamt produzierte Menge an Plastik bis 2050 etwa 12 Milliarden Tonnen erreicht haben, was etwa dem Volumen von 35.000 Empire State Buildings entspricht. Leider bezahlen unsere Ozeane dafür den Preis. Auf Flüssen und Kanälen werden große Mengen Müll kontinuierlich in die Meere gespült. Dieser sammelt sich dann Mega-Müllinseln im Meer. Dadurch sterben nicht nur die Meereslebewesen ab, sondern es verschwinden auch ganze Lebensräume. Manche Prognosen gehen sogar davon aus, dass die Menge an im Meer umherschwimmendem Plastik bald schon die globalen Fischbestände übersteigen wird. Das mag beunruhigend klingen, illustriert aber sehr eindrucksvoll die Bedrohung, welcher wir uns selbst aussetzen.

    Leider gibt es immer noch keinen Konsens darüber, wie mit dem Problem umgegangen werden sollte. Während einige Wissenschaftler argumentieren, dass die Ozeane entmüllt werden müssten, konzentrieren sich andere auf die Ursachen. Sie wollen den Einstrom von Plastikmüll in die Ozeane reduzieren, um die langfristige Stabilität des ökologischen Gleichgewichts der Meere zu sichern.

    Alleine durch besseres Recycling wäre schon viel getan, um die Situation abzumildern. Warum wird aus so einem großen Teil unseres Plastiks immer noch Müll, wo wir doch wissen, dass dies der größte Schmutzfaktor in unseren Meeren ist. Unterstützen Sie uns bei Waterlogic durch besseres Recycling in dem Bestreben, die Negativauswirkungen von Plastikmüll auf die Umwelt zu verringern.

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