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  • Trinkwasser – Die Rechtslage in Österreich

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    Trinkwasser – Die Rechtslage in Österreich

    In Österreich gibt es eine Reihe von Rechtsnormen um eine hohe Qualität von und die ausreichende Versorgung mit Trinkwasser zu sichern. Anders als in anderen Ländern wird der Themenbereich Wasserversorgung in Österreich auf landesgesetzlicher Ebene geregelt. Dafür gibt es in den einzelnen Bundesländern gesonderte Wasserversorgungs- oder Wasserleitungsgesetze. Diese enthalten Regelungen über Anschlüsse von Gebäuden, Anlagen und Liegenschaften an die öffentliche Wasserversorgung und legen die für den Bezug des Wassers zu entrichtenden Gebühren fest.

    Was die Wasserqualität betrifft, gilt für ganz Österreich allerdings die im Jahr 2001 verabschiedete österreichische Trinkwasserverordnung in Bezug auf Leitungswasser sowie die im Jahr 1999 verabschiedete österreichische Mineralwasser- und Quellwasserverordnung. Folgende Punkte werden dort genau reguliert:

    • Beschaffenheit des Trinkwassers
    • Aufbereitung des Wassers
    • Pflichten der Wasserversorger
    • Überwachung des Trinkwassers

    Die österreichische Trinkwasserverordnung ist eine Umsetzung der EG-Richtlinie zur Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Richtlinie 98/83/EG) in nationales Recht. In Österreich gelten aber eine Reihe strengerer Vorgaben. Die nationale Trinkwasserverordnung geht daher über die EU-Forderungen teilweise noch hinaus. Über die Jahre wurde die Trinkwasserversorgung ergänzt und modifiziert. Aktuell gilt die dritte Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung vom 27. Juli 2015.

    Wasser am Arbeitsplatz

    Arbeitgeber in Österreich müssen sich um Gesundheit und Wohlergehen ihrer Arbeitnehmer gemäß des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes, kurz ASchG, kümmern. Den Arbeitnehmern ist Trinkwasser oder ein anderes gesundheitlich einwandfreies, alkoholfreies Getränk zur Verfügung zu stellen sagt § 27 ASchG, und schreibt damit die Versorgung mit Trinkwasser gesetzlich vor. Wie dies zu geschehen hat, wird allerdings nicht geregelt. Und da die Trinkwasserverordnung für eine hohe Qualität des Leitungswassers sorgt, sind entsprechende Ruheräume, Kantinen oder andere leicht erreichbare Orte mit Wasserleitungen bzw. ans Leitungsnetz angeschlossenen Wasserspendern in der Regel genug.

    Trinkverbote am Arbeitsplatz

    Arbeitgeber dürfen allerdings das Trinken wie auch das Essen außerhalb von Kantinen, Cafeterias oder anderen Ruheräumen untersagen, wenn es beim Verrichten der Arbeit zu Kundenkontakt kommt oder Publikumsverkehr in den Räumen besteht. Arbeitsschutz- und Hygienevorschriften können solche Verbote sogar per Gesetz erzwingen, wie etwa in im Krankenhaus, in der Nahrungsmittelproduktion oder in anderen sensiblen Bereichen. Auch wenn mit Gefahrstoffen hantiert wird, darf am Arbeitsplatz weder gegessen noch getrunken werden.

    Für die nötige Wasserzufuhr sorgen dann die im Arbeitszeitgesetz festgeschriebenen Pausenregelungen. Laut § 11 im Arbeitszeitgesetz ist die Arbeit durch im Voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten zu unterbrechen. Wenn es die Art der zur verrichteten Arbeit erforderlich macht, können auch anstelle einer halbstündigen Ruhepause zwei Ruhepausen von je einer Viertelstunde oder drei Ruhepausen von je zehn Minuten genutzt werden. In dieser Zeit hat der Arbeitnehmer dann entsprechend Zeit, sich mit Trinkwasser zu versorgen.

    Gute Arbeitgeber gehen einen Schritt weiter

    Logistisch und auch was die Kosten betrifft, ist eine über das gesetzlich geforderte Minimum hinausgehende Versorgung von Mitarbeitern mit Wasser für fast alle Unternehmen problemlos möglich. Und für die Unternehmen kann sich dies auch wirklich lohnen. Schließlich ist bekannt, dass viele Menschen regelmäßig zu wenig trinken, was nicht nur zu mehr Stress und Unwohlsein bei den Betroffenen führt, sondern auch die Produktivität negativ beeinflusst. An wichtigen Stellen im Unternehmen Trinkwasserspender mit gekühltem Wasser aufzustellen hat sich als effektive Methode erwiesen, für regelmäßiges Trinken bei Angestellten zu sorgen. Statt nur in der Cafeteria oder in der Kantine, greifen diese dann viel häufiger zu einem Schluck Wasser. Erfahren Sie mehr mit Waterlogic